Spuren des Kalten Krieges – Versteckte Atomschutzbunker in Deutschland

April 30th, 2010 von Manuel

Ich möchte euch hier einen Bericht aus der Galileo-Folge vom 29.04.2010 auf ProSieben vorstellen. Interessant wie versteckt diese Anlagen und wie unauffällig sie sind.

Atomschutzbunker, Militärflughäfen und Sperranlagen, die im Falle eines dritten Weltkrieges zum Einsatz gekommen wären. Wie wir wissen wurde die ganze Welt 1945 nach Ende des zweiten Weltkrieges in 2 Teile geteilt. Es gründeten sich NATO und Warschauer Pakt. Deutschland war sozusagen Repräsentant der immernoch herrschenden Spannungen zwischen den Großmächten USA und Sowjetunion. Die DDR wurde 1949 im Besatzungsgebiet der Sowjetunion in Deutschland gegründet. Durch den Bau der Berliner Mauer 1961 wurde die Abgrenzung noch stärker. Mit dem sogenannten Kalten Krieg, dem Rüstungswettlauf zwischen USA und Sowjetunion, wurde die Gefahr eines dritten Weltkriegs sehr deutlich. Es drohte eine nukleare Auseinandersetzung. Deutschland wäre bei einem Kriegsausbruch wohl zum Kriegsgebiet geworden.

Daher hatte die NATO einen streng geheimen Verteidigungsplan, den sogenannten General Defense Plan. Es wurde von einem möglichen Angriff des Warschauer Pakts östlich von Fulda ausgegangen, da Panzer dort leicht durchkämen. Dieser mögliche Einfallsort wurde Fulda Gap genannt. Allerdings nicht nur dort, sondern überall entlang der Westdeutschen Grenze wurden Sperranlagen errichtet. Durch eine einfache Sprengung wäre ein tiefer Graben entstanden – kein Durchkommen für Panzer. Besonders am Fulda Gap waren diese Sperranlagen sehr konzentriert. Ohne dieses Wissen würde man diese Einrichtungen kaum erkennen. Sie unterscheiden sich kaum von normalen Gullideckeln, wenn man, wie gesagt, nicht darüber informiert ist.

Sperranlage


Außerdem wurden Atomschutzbunker eingerichtet, durch die wir heute tagtäglich hindurchgehen. Einige U-Bahnhöfe, wie z.B. die Hamburger Reeperbahn, wären innerhalb von einer Woche zu einem Atomschutzbunker umfunkioniert worden. Dazu hätten, heute unscheinbar unsichtbare, große Schutztore den U-Bahnhof abgeschottet. In den Bunkern gab es Toiletten, Sitz- und Schlafgelegenheiten und sogar Musik.  Fast 700 solcher Anlagen sind überall in Deutschland verteilt. Die Türen zu den Waschräumen oder Technikräumen fallen kaum auf. Niemand würde dabei an einen Atomschutzbunker denken. Benötigt wurden die Bunker, zum Glück wie man sagen muss, nie.

Außerdem hätten normale Autobahnen im Kriegsfall einfach und schnell zu Militärflughäfen umfunkioniert werden können. Kennzeichen solcher Autobahnen ist, dass sie keine Mittelstreifenbepflanzung und keine Kurven über 2-3km Länge aufweisen. Die Mittelplanken waren nur gesteckt, d.h. sie hätten im Kriegsfall schnell ausgebaut werden können. Außerdem waren am Anfang und am Ende dieser Notlandeplätze (etwa 24 in ganz Deutschland) überdimensionierte “Parkplätze” eingerichtet. Hier war die nötige Technik aufgebaut. Also Mobile Tower, Radargeräte, Tankwagen und Pistenbeleuchtung. Man sieht heute noch die Anzeichen, die aufgebaute Technik. Doch trotzdem ahnt niemand etwas von seiner damaligen Funktion.

Zusätzlich gab es ein riesiges Lager für Technik und Kriegsgerät, tief unter der Erde. Wie immer: unscheinbar. In einem 10km langen Stollen mit 20.000m² Lagerfläche, 200m tief unter der Erde.

Am Schluss stellt sich noch die Frage:  wer hätte im Kriegsfall das alles gesteuert?
In Bonn steht der Regierungsschutzbunker. Er spielte im Kalten Kriege eine große Rolle. Von hier aus hätte die Regierung, unter Schutz vor Atomanschlägen, weiterhin Befehle nach Außen geben können. Durch diese Möglichkeit spielte er auch eine abschreckende Rolle im Kalten Krieg. Der Bunker in unter einem alten Eisenbahnstollen von 1960-72 gebaut, ist 19km lang unter befindet sich 100m tief unter der Erde. Er hätte für 3.000 Personen 30 Tage lang Schutz geboten. Damit er sofort Einsatzbereit war, arbeiteten 140 Mitarbeiter in 4 Schichten rund um die Uhr – 30 Jahre lang. 2001 verließ der technische Leiter als letzter den Bunker. Nun hat er ausgedient. Er ist nun teilweise als Museum zugänglich, der Rest bleibt für immer verschlossen.

Quellen:
http://www.sperranlagen.de/sprengschaechte.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Fulda_Gap
http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/history-now-kalter-krieg-galileo-history-now-video-29-april-2010-1.1640188/


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Online-Abzocke – So wehrst Du dich!

April 28th, 2010 von Felix G.

Hier ein kleines Tutorial wie Du dich verhalten solltest wenn du online abgezockt wurdest.
Du warst mal wieder auf der Suche nach einem Programm wie dem DivX Player, dem Flash Player oder anderer kostenloser Programme(-demos)?
Schnell bei Google den ersten Link angeklickt, auf der Seite angemeldet, auf die Herstellerseite weitergeleitet worden und ganz dreist einige Tage später eine Rechnung über viel Geld im Postfach?

Dann wurdest Du wohl zu einem weiterem Opfer der Online-Abzocke.
Richtig, zu einem weiterem Opfer! Du bist nicht allein, viele haben sich täuschen lassen (auch ich).
Doch woran liegt das? Nein, nicht daran, dass Du dumm bist, sondern daran dass solche Anbieter wissen, worauf jemand schaut, wenn er schnell an ein (vermeindlich kostenloses) Produkt will.
So möchte ich z.B. schnell zum Download kommen, und mir nicht die Navigationsspalten/anderen Tabellenspalten bzw. das berühmte “Kleingedruckte” durchlesen, da sich in diesen eigentlich nichts „gefährliches“ befindet.

Durch Drücken des Buttons “Anmelden” entstehen Ihnen Kosten in Höhe von 96,00 Euro incl. MwSt pro Jahr (12 Monate zu je 8 Euro), Vertragslaufzeit 2 Jahre, damit Kosten von insgesamt 192,00 Euro.

Hier steht es, doch hätte man gewusst, dass man ~200€, bzw. überhaupt Geld für die Weiterleitung auf die Herstellerseite ausgeben soll, würde sich wohl keiner anmelden.
Wenn Du hier falsche Daten eingegeben hast, dann kannst du dich wohl glücklich schätzen, da du keine unerwünschte Post bekommst, falls doch, ist es nicht weiter schlimm, das Papier soll gut heizen habe ich gehört. =)
Okay, du bekommst also deine „Rechnung“ per Mail zu gesendet.Natürlich steht die so ach gefürchtete IP-Adresse ebenfalls drin.
Keine Angst, Abzocker können damit herzlichst wenig anfangen!
Diese können Dich nämlich nicht orten, dazu müssten sie sich an die Behörde wenden, da solche Seitenbetreiber aber selbst wissen, dass es illegal ist was sie tun, lassen sie es gleich bleiben und verängstigen lieber ihre „Kunden“…
Wenn Du deine Rechnung erhalten hast musst du nur noch eines tun: Setze das angeblich außer Kraft gesetzte Widerrufsrecht in K raft.Denn es gilt nach § 312:

Abweichende VereinbarungenVon den Vorschriften dieses Untertitels darf, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nicht zum Nachteil des Verbrauchers oder Kunden abgewichen werden. Die Vorschriften dieses Untertitels finden, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, auch Anwendung, wenn sie durch anderweitige Gestaltungen umgangen werden.

Dazu sollte eine kleine Mail, mit deiner Benutzer-ID, Rechnungsnummer oder etwas ähnlichem Eindeutigem und der Nachricht, dass du deinen angeblichen Kauf stornieren willst, reichen.
Zusätzlich kannst du schreiben, dass du über diese Seiten informiert bist, und weist das diese im Unrecht sind und du deshalb auch nicht vor hast eine Brieffreundschaft zu starten.
Alles was du zurück gesendet bekommen wirst ist eine Nachricht, dass dein Widerrufsrecht mit der Bestätigung dieser Regelung ungültig ist usw. usw. bla bla bla…
Einfach ignorieren und durchatmen. (Es werden 1-2 (leere) Drohungen folgen!).

Zusammen gefasst:

  • Ruhe bewahren
  • Widerrufungsrecht benutzen/ “Kauf” stornieren (schriftlich!)
  • Darauf folgende  Drohungen getrost ignorieren
  • Aufatmen und das nächste mal besser aufpassen =)

Noch fragen zum Thema? Schreib ein Kommentar!

Alle Angaben ohne Gewähr!


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Beatmatching für Anfänger – Anpassen der Geschwindigkeit zweier Tracks

April 11th, 2010 von Manu

Viele fragen mich, wie ich das sogut hinbekäme, dass zwei Songs aus der Genre House übereinanderliegen.
Dabei habe auch ich mal klein angefangen!

Vorweg, es gibt allgemein zwei Möglichkeiten, wie man einen Song an einen anderen Angleichen kann:
Zum einen das Beatmatching ala “drehen am Deck – CD-Spieler-Scheibe oder Vinyl”. Dabei wird das unangeglichene Lied zeitlich leicht in die vermutete Richtung (vor oder zurück) verschoben und zugleich der Pitchregler angeglichen. Zum anderen, Beatmatching nur mit Hilfe des Pitchfaders.

Die Methode eins scheidet für einen Anfänger in der Regel aus, da es am Anfang ziemlich schwer ist zu erkennen, ob ein Song langsamer oder schneller läuft, als der Andere.
Natürlich ist es nicht schlecht die Methode eins gelegentlich auszuprobieren, um sich das Gefühl dafür anzueignen!

Wo ich drauf hinaus will ist die zweite der oben genannten Methoden.

Mit etwas Fingerspitzengefühl ist es ganz einfach zu schaffen, dass der Song sich von der Geschwindigkeit her langsam an den Anderen annähert.

Es ist sehr einfach erklärt, wie es funktioniert:
Man benötigt lediglich die rechte Hand, die den Pitchfader festhält.
Es wird ein geeigneter Einstiegspunkt gesucht, der auf einem Beat, also einem “Bumm” des Houseliedes liegt.
Man zählt bei dem laufenden Lied die Takte ab um ein Gefühl für die Geschwindigkeit zu bekommen und setzt dann im Anschluss auf den ersten Takt des laufenden Songs ein.
Im gleichen Moment fängt man an den Pitchfader sanft rauf und runter zu bewegen.
Dabei sollte mindestens die Hälfte des Faders erreicht werden.
Man kann jetzt das Rauf- und Runterschieben leicht nach oben oder unten verlagern, jenachdem was einen das Gehör sagt!
Wenn die Schläge (Beats) übereinanderliegend zu scheinen, schiebt man den Pitchregler nicht mehr ganz so weit nach oben und nicht mehr ganz soweit nach unten, grenzt also das Feld ein.
In Folge nähert man sich dem eigentlichen Punkt immer weiter an, bis die Geschwindigkeit genau gleich ist mit der des anderen Decks.

Wenn Ihr weitere Fragen haben solltet, postet sie als Kommentar!
Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in das Thema Beatmatching verschaffen.
Selbstverständlich folgen weitere Tutorials über dieses Thema!
Wenn Ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, würde es mich freuen, wenn Ihr den Newsletter abonnieren würdet (oben rechts).



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